01
Aug
2012

John Waters bietet sich das LUFF!

Nach dem Export der Schweizer Konterkultur in die Tokioter Szene im vergangenen Mai, doppelt das Lausanne Underground Film & Music Festival mit Vitalität nach. Das LUFF bestätigt seine Verbundenheit mit Lausanne vom 17. bis 21. Oktober 2012 und brilliert jetzt schon mit Unverschämtheit.

Auf dem obersten Rang des fluoreszierenden Programms steht das einmalige erscheinen von John Waters, on screen und on stage, die Rückkehr von Kim Gordon (ex Sonic Youth), eine Hommage an den Filmemacher Christoph Schlingensief, der Audio-Künstler Yan Jun und die Uraufführung einer für das Festival erschaffene Kreation der Grindcore Gruppe Brutal Truth!

Film: Eine Divine Begegnung in einer "schmutzigen Welt"

John Waters, der kultträchtigste feine Schnauzer des unabhängigen amerikanischen Filmschaffens hat sein Schweizer Publikum lange schmoren lassen: gut Ding will eben Weile haben! Sich nicht mit dem Vorstellen seiner eigenen Klassiker begnügend, stellt sich Waters auf die Bühne des Kino Capitole (in Zusammenarbeit mit dem Schweizer Filmarchiv) für die one-man-schow "This filthy world". Eine Hommage an seine Clique von Persönlichkeiten und Idolen, auf vorderster Front Divine, die Muse des Filmemachers. Sein kaustisches Mundwerk wird die Fans des Genres und Ungläubige verführen, ja anstecken.

Als Messias des Abschaums, wird der schlechte Ton der elften Ausgabe des Festivals von diesem bösen Buben von Baltimore bestimmt werden.

Musik: Okkulte Töne und subtile Pingeligkeiten

Die Fülle des musikalischen Teils kündet ohne Zweifel einige Kollateralschäden an. Töne, Noise und noch mehr Töne und natürlich einige sonore Performances. Das LUFF ist wohlbekannt für seine internationalen Zusammenarbeiten: einige Überraschungen dürfen erwartet werden. Auf dem Programm stehen ganz konkrete Reibungen mit dem Unsichtbaren: Die einen fangen die Stimmen der Toten ein, die Anderen missbrauchen das Publikum als Elektrischen Strom. Im Zentrum steht der Poet und Musiker Yan Jun, Galionsfigur der Chinesischen experimentellen Kunst Szene.

Le Lausanne Underground : Die Gazette die sich einnistet

Neuster Sprössling von seltener Qualität, hat sich dieses impertinente kleine Heft zum Ziel gemacht, ohne Respekt oder Zurückhaltung, den Ruhigen Lauf des welschen Informationsflusses zu beleben. Autokritisch und ohne Groschen, ungefähr überall auffindbar bis zu den schicksalhaften Daten des Festivals, führt es die Passionierten, Neugierigen und die Journalisten hin zu 11. Ausgabe de LUFF.

Nächstes Rendezvous Ende September für die 2. Ausgabe, in Form des kompletten Programms!

(Download der 1. Ausgabe des Lausanne Underground)